Länder Guide Formentera

Formentera ist wahrlich eine Insel für Menschen, die wirklich Urlaub brauchen. Die kleinste der Balearen-Inseln hat die schönsten Strände, wird vom klarsten Wasser umspült und strahlt tatsächlich eine Ruhe aus, wie man sie sonst von Ferienzentren nicht gewohnt ist.

Nur 20 Kilometer lang und 100 Quadratkilometer klein ist Formentera und mit Ausnahme der felsigen Steilküste nur von flachem Sand begrenzt. Fast 69 km Strand - das muss man sich einmal vorstellen. Das ist selbst für Tagesausflügler aus dem nahen Ibiza, die mit dem Boot oder mit der Fähre kommen, ein Dorado. Da Formentera keinen Flughafen hat, müssen auch diejenigen, die ihren gesamten Urlaub oder doch wenigstens den größten Teil davon auf dieser Insel verbringen, übers Meer kommen.

Die Überfahrt vom Hafen in Ibiza-Stadt in den Hafen von La Sabina auf Formentera dauert mit der Autofähre ungefähr eine Stunde, mit dem Linea Jet der Gesellschaft Transmapi für unmotorisierte Touristen lediglich 25 Minuten. Die Fahrt geht über die nur vier Kilometer breite Meerenge zwischen den beiden Inseln, wo das Wasser auch bei ruhigem Wetter durchaus bewegt ist. Bei stürmischem Wetter ist die Überfahrt nicht zu empfehlen. Selbst die Einheimischen werden dabei schon einmal seekrank. Da mehrere Schiffslinien um den Transfer der Urlauber konkurrieren, kann man während der Saison von morgens 7.30 bis abends 19 Uhr stündlich hin- und hergelangen.

Das Auto sollte man möglichst nicht nach Formentera mitnehmen. Die Einheimischen mögen Touristen ohne Auto sehr viel lieber, sie sind freundlicher zu denen, die bereit sind, die kurzen Wege auf der Insel - die längste Entfernung zwischen zwei Zielen sind die 18 km zwischen La Sabina und La Mola - mit dem Bus, mit einem Taxi, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Taxistände gibt es in La Sabina und Es Pujols. Das Touristenbüro liegt gleich am Port de la Sabina.

Formentera ist von allen Balearen-Inseln auch am dünnsten besiedelt. 4500 Menschen wohnen ständig dort; in der Saison kommen bei 50 Hotels mit über 4000 Betten ungefähr noch einmal so viele Menschen hinzu. Die angenehme Folge: Formentera wirkt nie überfüllt.

Im Inneren der Insel, die schon vor über 3000 Jahren besiedelt war, gibt es Pinienwälder und riesige uralte Feigenbäume. Landwirtschaft wird nur für den Eigenbedarf betrieben, weil die Insel kaum eigene Süßwasserreserven hat und auf die jährlichen Niederschläge angewiesen ist. Besonders schön wird es auf der Insel gegen Abend, wenn die Tagestouristen wieder abgereist sind. Ferienhäuser Formentera und Ferienwohnungen Formentera sind sehr beliebt.