Länder Guide Cosenza

Im fruchtbaren Tal des Crati liegt Cosenza, wirtschaftlich bedeutende Provinzhauptstadt sowie Sitz eines Erzbischofs und einer modernen Universität. Es verfügt über eine Einwohnerzahl von 86.600 Menschen.

In Cosentia starb im Jahre 410 n. Chr. der Westgotenkönig Ararich, der mit seiner Beute aus der Plünderung Roms im Bett des Busento beigesetzt wurde. Graf August von Platens Ballade "Das Grab im Busento" ist durch die Übersetzung von G. Carducci auch in Italien bekannt. Im Norden erstreckt sich in der Ebene die ansehnliche Neustadt. Im Süden, jenseits von des Busento am Osthang des Kastellhügels, die winkelige Altstadt. Vom Ponte Martire führt der Corso Telesio zwischen mittelalterlichen Palazzi hinauf zum Duomo, der 1222 in Anwesenheit von Friedrich II. geweihten frühgotischen Kathedrale.

Im Querschiff links das Grabmal der Isabella von Aragon, der 1271 in Cosenza verstorbenen Gattin Philipps III. von Frankreich. Der spätantike Sarkophag mit der Jagd Meleagros (4. Jh.) am Ende des rechten Schiffs soll die Reste von Heinrich VII., Sohn Friedrichs II., enthalten, der 1242 im Dom beigesetzt wurde. Beim Dom sollte man dem 1803 gegründeten Caffè Renzelli mit seiner Jugendstileinrichtung einen Besuch abstatten. Der Erzbischofspalast enthält den sehr sehenswerten Domschatz mit dem herrlichen Kreuzreliquiar, das Friedrich II. dem Dom schenkte. Vom Stadtpark (Villa Comunale) am Südrand der Altstadt gelangt man westlich hinauf zum normannisch-angiovinischen Kastell, dessen Mauern den Erdbeben, unter anderem denen von 1638, 1783 und 1905, nicht standhielten.

Die S. Domenico stammt aus der Mitte des 15. Jh.s, die Fassade ist spätgotisch, die Kuppel barock. Der Innenraum ist einschiffig und sehr weiträumig. Im 18. Jh. wurde er völlig umgestaltet. Besonders sehenswert ist die Cappella del Rosario mit dem Altar der "Madonna delle Febbre", da es sich um sehr schöne Marmorarbeiten handelt.

Die S. Francesco di Paola wurde Anfang des 18. Jh.s erneuert und 1854 durch ein Erdbeben beschädigt. Der Innenraum ist ebenfalls einschiffig, wunderbar ist rechts vom Eingang das barocke Grabmal des Cesare Gaeta von 1593. Am Hauptaltar befindet sich ein Triptychon in neapolitischem Stil. Die Francesco d'Assisi wurde vielleicht schon 1217 gegründet. Im 15. Jh. umgebaut unter Verwendung des bisherigen Langhauses als Querhaus der neuen Kirche. Der Innenraum hat die Form eines lateinischen Kreuzes und ist dreischiffig. Besonders sehenswert ist die Cappella di S. Caterina mit vergoldeten Schnitzereien und einem Bild von Willem Borremans. An die Kirche schließt sich ein schöner Kreuzgang an. Ferienhäuser Cosenza und Ferienwohnungen Cosenza sind bei vielen Touristen beliebt, bequem ausgestattet und zu erschwinglichen Preisen buchbar.