Länder Guide Modena

Modena, eine der wirtschaftlich wichtigsten Städte der Region Emilia-Romagna, liegt am südlichen Rand der Oberitalienischen Tiefebene an der Kreuzung der Brennerstraße mit der fast 2200 Jahre alten Römerstraße Via Emilia, die - für den Verkehr gesperrt - mitten durch die Innenstadt führt.

Zwei Epochen prägten die Stadt und ihr Stadtbild. Im Mittelalter war Modena Mitglied des lombardischen Städtebundes. Damals entstanden die Piazza Grande mit dem großartigen Dom sowie die malerische Altstadt südlich der Via Emilia. Im Jahr 1288 gelangte die Stadt an die Familie Este aus Ferrara, die bis 1796 die Herrschaft ausübte. Im 17. Jh. erlebte Modena seine Blütezeit, aus der unter anderem der Stadtteil nördlich der Via Emilia und der Palazzo Ducale stammen. Darüber hinaus bietet Modena die Heimatstadt des Startenors Luciano Pavarotti, noch andere Dinge. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Küche, die zu den besten der Po-Ebene gehört.

Alle Straßen Modenas führen zur schönen Piazza Grande, die zusammen mit dem Dom und den übrigen Gebäuden zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. An der Ostseite steht der Palazzo Comunale (1194 erbaut, im Jahr 1624 stark verändert). Aus der Entstehungszeit stammt noch der Torre dell'Orologio, der Uhrturm.

Der dem Schutzpatron der Stadt geweihte und aus hellem und rosafarbenem Mamor erbaute Dom San Geminiano zählt zu den schönsten romanischen Kirchenbauten Italiens. Mit seinem Bau wurde 1099 nach Plänen des lombardischen Baumeisters Lanfranco begonnen. Der Bildhauer Wiligelmus war für die plastische Dekoration verantwortlich. Die Maestri campionesi vollendeten den Bau im Jahr 1322. Die Bauplastik konzentriert sich auf die Portale, die von grimmig blickenden Löwen bewacht werden. Die Hauptfassade schmückt eine Rosette von Anselmo da Campione (13. Jh.).

Die nach dem nahe gelegenen Fischmark benannte Porta della Pescheria auf der Nordseite schildert Szenen aus Heldensagen sowie Bauern- und Handwerkstätigkeiten. Im Innern verdienen vor allem der Lettner, der den stark erhöhten Chor abschließt, und die skulpturengeschmückte Kanzel Beachtung. Unter dem Chor, fast ebenerdig mit dem Langhaus, liegt die gewölbte Krypta, hier befindet sich eine "Heilige Familie" aus Terrakotta (15. Jh.) sowie das Grab des heiligen Geminiano.

Der schlanke, etwas schiefe Kirchturm Torre Ghirlandina ist das Wahrzeichen Modenas. Der Aufstieg (191 Stufen) lohnt wegen des schönen Panoramablicks. Im Dommuseum sind unter anderem die romanischen Metopen (12. Jh.) ausgestellt, die früher die Strebepfeiler des Doms schmückten.

Mit dem Bau des an der Piazza Roma stehenden Palazzo Ducale war im Jahr 1634 nach Plänen des römischen Architekten Bartolomeo Avanzini begonnen worden. Ferienhäuser Modena und Ferienwohnungen Modena sind sehr empfehlenswert.