Länder Guide Castelvetrano

Das süditalienische Agrarstädtchen Castelvetrano, Zentrum für Oliven- und Weinbau, beherbergt ca. 30.000 Einwohner und ist an der Südwestküste Siziliens, in der Provinz Trapani, gelegen. Seine Siedlungsgeschichte reicht bis in die Antike zurück. Unter anderem hat das sehenswerte historische Städtchen eine arabisch geprägte Architektur im Stadtkern mit über 150 Innenhöfen von maurischem Stil und 40 Kirchen aufzuweisen.

Sehenswürdigkeiten in Castelvetrano

  • An der Piazza Garibaldi, dem Stadtmittelpunkt, steht die im 16. Jh. erbaute Kirche Chiesa Madre mit tuffsteinartiger Fassade, holzgeschnitztem Portal und stuckverziertem Inneren. Ebenfalls an Piazza Garibaldi befinden sich das Rathaus, welches eine kleine archäologische Sammlung beherbergt sowie die Fontana della Ninfa, ein zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbauter Nymphenbrunnen.
  • Die Kirche San Domenico an der Piazza Regina Margherita wurde im Jahr 1470 erbaut. Sie weist in ihrem Inneren Stuck und Fresken von Antonio Ferraro aus dem 16. Jahrhundert auf. Schäden erlitt die Kirche bei einem Erdbeben im Jahre 1968.
  • Die Kirche Chiesa S. Giovanni Battista (16./17. Jahrhundert), ebenfalls an der Piazza Regina Margherita gelegen, beherbergt Schätze wie das Madonnenbild von Pietro Novelli (1489) oder die Johannesstatue von Antonello Gagini (1522).
  • Das Städtische Museum, ein im 16. Jahrhundert erbauter Palazzo, bewahrt u.a. archäologische Funde aus Selinunt auf, so die berühmte Bronzestatue des Epheben von Selinunt (5. Jahrhundert vor Christus). Auch die Statue der Jungfrau Maria mit Kind von Francesco Laurana (15. Jh.) kann dort besichtigt werden.
  • Die Villa Garibaldi ist ein öffentlicher Garten der einen einzigartige Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung bis hin zum Meer bietet.

Sehenswürdigkeiten um Castelvetrano

  • Das antike Selinunt stellt eine der größten und beeindruckendsten archäologischen Ausgrabungsstätten Europas dar. Hier befinden sich die Akropolis mit den majestätischen Ruinen mehrerer Tempel sowie das Heiligtum der Göttin Demeter Malophoros.
  • Die antiken griechischen Steinbrüche, bekannt als Rocche di Cusa, befinden sich 11 km südwestlich von Castelvetrano. Sie lieferten das antike Baumaterial für die Tempel und sind noch heute beeindruckendes Zeugnis für handwerkliches Geschick. Als sei die Zeit stehen geblieben, warten noch heute riesige geschnitzte Säulen auf ihre Beförderung nach Selinunt.
  • Die Kirche Santissima Trinità di Delia, 4 km westlich von Castelvetrano, befindet sich im Landgut der Familie Saporito. Die einst zu einem Kloster gehörige byzantinische Kreuzkuppelkirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und diente den Gutsherren als Grablege. Ein monumentaler Marmorsarkophag schmückt das Innere des beeindruckenden Sakralbaus.