Länder Guide Acquapendente

Im nördlichsten Teil der Region Latium, 128 Kilometer nördlich von Rom, liegt die Gemeinde Acquapendente. Sie gehört zur Provinz Viterbo, 12 Kilometer nördlich des Bolsenasees und 52 Kilometer nordwestlich von Viterbo. Acquapendente hat derzeit 5677 Einwohnern. Die Gemeinde liegt an der Strada Statale, die über Siena und Florenz nach Rom führt.

Acquapendente ist auf einer Anhöhe errichtet und wird im Osten vorm Naturreservat Monte Rufeno begrenzt. Dieses Reservat ist berühmt für seine reiche Flora und Fauna. Ausgedehnte Kastanien- und Eichenwälder laden zu Wanderungen ein und eine vielfältige Tierwelt stellt wunderbare Motive für Fotografien. Sogar Wölfe wurden im Naturreservat Monte Rufeno schon gesichtet.

Etrusker und Römer
Das heutige Acquapendente ist auf altem etruskischem und römischem Siedlungsgebiet errichtet. Der Ort wurde zum ersten Mal im 9. Jahrhundert nach Christus erwähnt. Der Stadtname bedeutet "Hängende Wasser". Ein Name, der sich auf die zahlreichen kleinen Wasserfälle bezieht, die sich hier aus der Paglia speisen. Im Jahr 1999 hat sich in Italien eine Bewegung, die Cittaslow gegründet, die sich die Erhöhung der Lebensqualität auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei geht es insbesondere auch um Entschleunigung. Acquapendente, die alte Etruskerstadt gehört zu dieser Bewegung mit dazu.

Sehenswürdigkeiten in Acquapendente
Die größten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde sind die Basilica San Sepolcro, der Torre Barbarossa und die Kirche San Francesco alle jeweils aus dem 12. Jahrhundert, sowie die Kirche Sant' Agostino aus dem 16. Jahrhundert.

Eine der größten Attraktionen der Gemeinde Acquapendente, ist ohne Zweifel der Naturpark. Doch auch die Nachbargemeinden sind einen Besuch wert. Hierzu zählen insbesondere die Orte Castel Viscardo, mit seiner gut erhaltenen alten Bausubstanz und Grotte di Castro, mit der etruskischen Nekropole di Pianezza aus dem 7. bis 5. Jahrhundert vor Christus.

Unbedingt einen Besuch wert ist der kleine Ort San Casciano dei Bagni. Hier befindet sich das Castello di Fighine, erstmals schriftlich erwähnt im Jahre 1058. In direkter Nachbarschaft finden sich weitere Kirchen aus dem 11. und 12. Jahrhundert nach Christi.

Besonders sehenswert ist auch die Altstadt von Orvieto sowie das gesamte Weinanbaugebiet dieser Region.

Auch kulinarisch hat die Region einiges zu bieten. Besonders erwähnenswert, die Linsen von Onano, die bis zum Papst geliefert werden und die Kartoffeln Patata dell'Alto Viterbese. Hinzukommt der Wein der Region ebenso, wie die vielen kleinen Likörspezialitäten einzelner Ortschaften.