Länder Guide Germignaga

Dort wo die Flüsse Tresa und Margorabbia in den Lago Maggiore münden, liegt die Ortschaft Germignaga. Mit ca. 3.900 Einwohnern ist sie eine ruhige, aber dennoch sehenswerte Gemeinde.

Ein Spaziergang führt durch malerische enge Gassen zwischen alten Häusern, fast meint man, noch im Mittelalter zu sein.

Neben schön anzusehenden Häusern sind hier einige markante sakrale Bauwerke zu bewundern. Das ist beispielsweise die Kirche San Giovanni. Sie besitzt einen sehenswerten alten romanischen Glockenturm. Oder auch die Kirche San Rocco, die im barocken Stil errichtet wurde. Das Besondere ist im Inneren zu finden. Eine Orgel mit einem super Klang wurde von einem einheimischen Meister vor langer Zeit eingebaut.

Aber Germignaga besitzt auch noch Spuren aus einer längst vergangenen Epoche. Das sind Reste einer Burgruine, die am Stadtrand zu besichtigen sind und durchaus die Wichtigkeit des Ortes erkennen lässt. Schließlich liegt er ja am Ufer des Lago Maggiore, da sind Schiffsverbindungen an alle Ecken des Sees zu überwachen gewesen.

Germignaga verfügt über nette Plätze zum Ausruhen und verweilen, aber auch eine schöne Parkanlage, die Treffpunkt vieler Einheimischer ist, sollte besucht werden. Außerdem ist ein Spaziergang entlang des Sees hochinteressant, zumal dort ein herrlicher Blick auf die Alpen zu bewundern ist. Langeweile kommt also für Besucher des romantischen Ortes nie auf.

Aber in der unmittelbaren Umgebung sind viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Da Germignaga direkt an die größere Nachbargemeinde Luino grenzt, ist ein Besuch dort zu Fuß möglich. Zu sehen ist der schöne Hafen, der auch zu einer Schifffahrt auf dem herrlichen See einlädt. Interessant ist die Altstadt von Luino. Sie beherbergt etliche Kirchenbauten und interessante Museen. Bei den Museen handelt es sich um ein Eisenbahnmuseum und ein archäologisches Museum mit Funden aus der Umgebung, eine Kunstgalerie ist angeschlossen. Zu den sehenswertesten Kirchen gehören die Wallfahrtskirche St. Maria und St. Peter mit hochinteressanten Fresken von Bernardino Luini, einem Maler aus dem 15. Jahrhundert. Zu erwähnen wäre noch eine Statue von Giuseppe Garibaldi.

Ein kleiner Ausflug nach Brezzo di Bedero, einer anderen Nachbargemeinde, führt zu weiteren herrlichen sakralen Bauten. Hier ist besonders die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche Collegiata von San Vittore mit beeindruckenden Fresken aus dem 15. bis 16. Jahrhundert und einer Orgel aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen.

Wer etwas mehr Zeit für Ausflüge hat, kann am besten mit dem Schiff die Häfen der Umgebung anlaufen und dort tolle Sehenswürdigkeiten besichtigen. Beispielsweise sei hier Maccagno genannt, eine schöne Stadt mit einem interessanten Kunstmuseum.