Länder Guide Piegaro

Die italienische Gemeinde Piegaro liegt in der traumhaft schönen Region Umbrien inmitten einer überaus malerischen Landschaft.

Der wohl bedeutendste Wirtschaftszweig des beschaulichen Örtchens und der anliegenden Nachbargemeinden ist sicherlich die Glasproduktion, welche eine ausgesprochen lange Tradition, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht, hat.

Noch heute gibt es in Piegaro und dessen näherer Umgebung altertümliche Zeitzeugen, die an diese lange Geschichte erinnern.

Wie groß die Bedeutung der Glasproduktion aber tatsächlich ist, merkt man an dem im April des Jahres 2009 eröffneten Glasmuseum Museo del Vetro, welches interessante Einblicke in den Werdegang der Glasindustrie gewährt und viele wissenswerte Informationen liefert.

Doch Piegaro blickt allgemein auf eine sehr lange Geschichte zurück. So wurde die Gemeinde nach Ansichten von Historikern bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet, wobei eine Legende die Gründung Pico Gaio, dem Sohn des Saturnus, zuschreibt.

Doch ganz gleich, ob die Wissenschaft oder die Mythologie recht hat, in Piegaro sind die vergangenen Jahrhunderte oder gar Jahrtausende geradezu spürbar.

Mancherorts könnte man sich sogar in der Zeit zurückversetzt fühlen, da man von unzähligen Gebäuden vergangener Epochen umgeben ist. Daher ist ein Besuch von Piegaro vor allem für jene, die sich für die Baukunst des Altertums interessieren, eine wahre Empfehlung.

So besitzt der Ort eine unglaubliche Dichte an Bauwerken, die dort im Zeitraum vom 11. bis zum 15. Jahrhundert entstanden. Selbstverständlich gibt es auch Bauwerke, die schon viel früher oder erst um 1800 errichtet wurde. Dabei bietet nicht nur Piegaro selbst, sondern das ganze Umland solche Sehenswürdigkeiten, sodass es sehr lohnend ist, dass man mit dem eigenen Auto anreist oder sich zumindest vor Ort einen Mietwagen nimmt.

Nun wirklich alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, ist schlichtweg unmöglich da die Fülle an Kirchen und Burgen einfach zu groß ist. Zudem gibt es neben hervorragend erhaltenen Bauwerken noch etliche Ruinen, zu denen man ebenfalls Ausflüge unternehmen sollte. Da wäre zum Beispiel im Ortsteil Pratalenza die Ruine der Chiesa della Madonna del Monte, einer Kirche, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde, oder die Burgruine Castrum Auri, die im 12. Jahrhundert entstand und im Ortsteil Oro zu finden ist.

Zu den besser erhaltenen Kirchen zählen unter anderem die Chiesa di Santa Croce, die Chiesa di Santa Maria Assunta oder die Chiesa di San Silvestro papa, die wohl noch aus dem 10. Jahrhundert stammt. An sehenswerten Burgen gibt es beispielsweise das Castello di Castiglion Fosco, das Castello di Gaiche und das Castello di Pietrafitta, um nur einige zu nennen.