Länder Guide Piobbico

Die Stadt Piobbico liegt mitten in den Marken und wird von den Bergen Monte Nerone und Montiego eingerahmt. Das Bild der Stadt ist geprägt von der Herrschaft der Familie Brancaleoni, die lange Zeit andauerte. Bis heute stammen viele der erhaltenen Monumente vor allem aus der Zeit, in der die Familie das Sagen in Piobbico hatte.

Besonders bekannt ist das Brancaleoni Castle. Der ursprüngliche Sitz der Familie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Erbaut wurde er im 13. Jahrhundert, aber erst 200 Jahre später kam es zu einem so großen Umbau, dass sich der Bau von einem Steinbau in ein großes Herrenhaus im Renaissance-Stil wurde. Im Laufe der Jahre, nachdem die Herrschaft der Familie beendet war, begann der Sitz jedoch immer mehr zu zerfallen und wurde im Krieg sogar fast komplett zerstört. Es waren aufwendige Restaurierungsarbeiten notwendig, um das Herrenhaus wieder aufzubauen. Heute steht es mitten in einem Komplex aus mehreren historischen Gebäuden. Besucher können in dem Hof des Komplexes spazieren gehen.

Ein weiterer Teil dieser Sehenswürdigkeit ist auch der Palast von Urbino. Im Inneren des Palastes erwarten den Besucher eindrucksvolle Fresken, die Teile der griechischen Mythologie darstellen. In dem Palast befindet sich auch gleichzeitig ein Museum, das die Besucher über die Geschichte der Familie Brancaleoni informiert.

Schon seit dem 14. Jahrhundert ist die Kirche St. Peter Teil von Piobbico. Im 17. Jahrhundert erfolgte ein Umbau des Gebäudes. Ein besonderes Highlight ist die Säule, auf der sich noch immer eine Inschrift aus dem 17. Jahrhundert befindet. Sie wurde zur Zeit des Umbaus von den Arbeitern beschriftet. Das Altarbild zeigt den Heiligen St. Peter. Es wurde von Giorgio Picchi entworfen.

Eine weitere Kirche in Piobbico ist die San Antonio. Sie ist noch älter als die Kirche St. Peter und wurde durch den Grafen Brancaleoni in Auftrag gegeben. Durch ein Erdbeben im 16. Jahrhundert wurde sie jedoch fast komplett zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte einige Jahre später nach dem ursprünglichen Baustil des Gebäudes.

Die älteste Kirche des Ortes aber ist die Santa Maria Valley. Sie stammt bereits aus dem 11. Jahrhundert und ist das Heiligtum von Piobbico. Die Santa Maria steht am Fuße des Monte Nero und sie nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte der Region ein. Hier befand sich einst ein wertvolles Madonnenbild, das jedoch inzwischen aus dem Gebäude verschwunden ist. Heute ist der Innenraum vor allem vom barocken Stil geprägt.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt entdecken Besucher weitere Gebäude mit einem langen historischen Hintergrund.