Länder Guide Korsika

Herrliche Strände und felsige Buchten. Eine wunderbar vielfältige Landschaft und abwechslungsreiche Vegetation. Von Alpenblumen in den Bergen über Korkeichen- und Kastanienwälder, bis hin zu Stellen, an denen wilde Orchideen wachsen.

Korsika, von den alten Griechen “Kaliste” - die Schönste - genannt, ist noch heute auf der ganzen Welt als "Ile de Beauté" bekannt. Einmalig die landschaftliche Schönheit, unverwechselbar aber vor allem der intensive Duft der "Maquis"-Vegetation. So hat irgendjemand einmal behauptet, dass er die Insel sogar an ihrem Duft erkennen würde, wenn er mit einem Fallschirm und mit verbundenen Augen auf Korsika landen würde. Auch als ein "Berg im Meer" wurde Korsika bezeichnet, und in der Tat erreicht der höchste Gipfel der Insel, der Monte Cinto, eine Höhe von 2710 m, und ist dennoch nur 30 km vom Meer entfernt. Mit ihrer 1000 km langen Küste, davon 600 km Strand, macht sie ein Viertel der gesamten französischen Küstenlinie aus. Da die Insel hauptsächlich aufgrund ihrer wirklich phantastischen Strände und felsigen Buchten besucht wird, könnte man beinahe übersehen, dass sich das Landesinnere für Tagestouren und Wanderungen anbietet, die eine Alternative zum Wassersport darstellen. Für Familien, die sich schwer zwischen einem Urlaub in den Bergen oder am Meer entscheiden können, ist dies ein ideales Reiseziel. Der Großteil unserer Häuser liegt etwas außerhalb der belebteren Fremdenverkehrszentren, so dass ein Auto erforderlich ist. Hier kann man es sich an einem warmen Sommerabend auf einer Terrasse gemütlich machen, und den Frieden und die Ruhe zusammen mit einer meist phantastischer Aussicht über die Landschaft bis hin zum Meer genießen - außer Hörweite der lebhaften kleinen Hafenorte, in denen die meisten Feriengäste wohnen.

Landschaft:
Höhenunterschiede und verschiedene Klimazonen machen die Landschaft und Vegetation äußerst vielfältig. Die Szenerie wechselt ständig, in kürzester Fahrzeit gelangt man von mit Pinien und Alpenblumen bedeckten Bergen, über Korkeichen- und Kastanienwälder, bis zu den tiefer gelegenen Gebieten, in denen wilde Orchideen und Alpenveilchen wachsen. Die Küste ist nicht weniger abwechslungsreich. Bonifacio liegt hoch auf den weißen Felsen im Süden, während im Nordwesten die roten Granitfelsen steil zum Meer hin abfallen. Im Südwesten bilden die flacheren, grauen Granitfelsen einen wilden, aber leichter zugänglichen Küstenabschnitt mit vielen sandigen und felsigen Buchten. Im Osten, südlich von Bastia, befindet sich das einzige flache Gebiet der Insel. Der Norden ist wieder anders und mit den dahinterliegenden Bergen als "Côte Sauvage", die wilde Küste, bekannt. Hier werden die Dörfer aus einem weichen, gelblichen Stein gebaut, während in anderen Gebieten der graue Granit vorherrscht.

Geschichte und Architektur:
Von 565 v. Chr. bis ins 4. Jh. n. Chr. von den Griechen und Römern beherrscht, wurde Korsika anschließend von wechselnden Belagerern eingenommen, einschließlich der Barbaren und Sarazenen. Wichtige Einflüsse gehen auf die Pisaner und Genuesen zurück, die ab dem 11 Jh. um die Vorherrschaft auf der Insel kämpften. Die Pisaner wurden schließlich im 15. Jh. besiegt, und die Genueser bauten dann verschiedene Zitadellen, die jetzt die wichtigsten Hafenstädte der Insel darstellen, sowie 67 Aussichtstürme, die noch heute zu sehen sind. Einige ihrer bogenförmigen Brücken werden immer noch benutzt. Der Unabhängigkeitskrieg dauerte 40 Jahre, bevor im Jahre 1755 Pascal Paoli zum "General" des Landes gewählt wurde. 1768 kam Korsika zu Frankreich, und blieb seitdem französisch - abgesehen von einem kurzen Zeitraum zwischen 1794-96, als es dem Vizekönig von England Unterstand. Zwei historische Einzelheiten sind recht bekannt, Napoleon Bonaparte wurde 1769 in Ajaccio geboren, und Nelson verlor 1794 in der Schlacht von Calvi ein Auge.

Klima:
Der Frühling beginnt hier früh, und bis Mitte Juni ist die Insel oft mit wilden Blumen überwachsen. Der heiße Sommer wird durch die Meeresbrise gemäßigt. Der Herbst, mit seinen herrlichen Farben, dauert von Mitte September bis November, die Durchschnittstemperatur im Winter beträgt 12 Grad.

Sport und Freizeitbeschäftigungen:
Korsika ist für fast alle Arten von Sportferien geeignet. In beinahe allen Hauptgebieten kann man Segelboote und Surfbretter mieten, Wasserski fahren, Angeln und Sporttauchen. Von allen größeren Häfen können Bootsausflüge unternommen werden. Die archäologischen Funde aus der Bronzezeit in Torrén, und die Menhire von Filitosa, Cauria und Palaggiu sind sicher einen Besuch wert. Mit Hilfe von Wanderkarten kann man herrliche Rundwege ausmachen, in denen die "randonnées pedestres" (markierte Wanderwege) eingezeichnet sind. Reiten, Ponytrekking, Angeln im Fluss, Tennis, Höhlenforschen (sowohl im Landesinneren als auch an der Küste) sind weitere Aktivitäten, die auf Korsika betrieben werden können. Motorräder, Mofas und Fahrräder können gemietet werden. Ajaccio, Bastia, Calvi und Ile Rousse sind über eine Bahnlinie miteinander verbunden und bieten eine atemberaubende Fahrt mitten durch das gebirgige Herz der Insel. Auch zwischen Calvi und Ile Rousse besteht im Sommer eine regelmäßige Bahnverbindung.

Essen:
Die korsische Küche ist in ihrem Ursprung französisch, wurde aber von der italienischen und mediterranen Küche stark beeinflusst. Schweine werden freilaufend in Kastanienwäldern und mit den Wurzeln wilder Pflanzen gehalten. Daher sind die lokalen Fleisch- und Wurstwaren sehr zu empfehlen. Die "Terrine de Merle" ist eine beliebte Spezialität. In den Landgasthäusern ist das Essen besonders schmackhaft, ob nun Bergschinken vom "sanglier" (Wildschwein) oder lokale Käsesorten serviert werden. Fische und Meeresfrüchte gibt es in Hülle und Fülle und sind unbedingt zu probieren. Die Fischsuppen "Bouillabaisse" und "Soupe de poisson" sind beide ausgezeichnet. Durch den italienischen Einfluss erfreuen sich auch Teigwaren großer Beliebtheit. Ein typisches Beispiel sind die mit "brocciu" (Ziegenkäse) gefüllten Cannelloni. Sehr gut auch die Gebäcksorten mit lokalen Nüssen, Rosinen und Likören. Aromatische Kräuter aus der "maquis" geben der lokalen Küche eine würzige Note.

Wein:
Korsischer Wein ist vollmundig und gut. Der Patrimonio (Rotwein, Weißwein und Rosé) von St. Florent im Norden ist wohl der Bekannteste. Weiter südlich gibt es zwei gute Weine, "Côteaux d’Ajaccio" und "Sartène". Probieren Sie den lokalen Aperitif "Cap Corse", einen mit süßem Most vergärten Wein, und nach dem Essen ein Glas "Cédrat" oder "Myrtille" - sehr erfrischend an einem Sommerabend mit Eiswürfel serviert. Eine wunderbare Art einen weiteren herrlichen Tag ihrer Ferien in Korsika abzurunden.