Länder Guide Gudhjem

Zu den Sehenswürdigkeiten von Gudhjem gehören neben dem Ort im ganzen mit seinen alten Fachwerkhäusern an teilweise recht steilen Gassen und den zur Blütezeit hier besonders farbenprächtigen Hausgärten mit Hortensien, Stockrosen und Klematis natürlich auch die schon erwähnten Hafenanlagen mit dem täglichen Anlandebetrieb der Fischer sowie die auffälligen Gebäude der Heringsräuchereien, in denen die als "Bornholmer" bekannten Heringe etwa zwei Stunden über einem Feuer aus Erlenholz geräuchert und für Liebhaber dieser Spezialität noch warm verkauft werden.

Im von einer weiß leuchtenden Mühle überragten Ort fallen in der gleichnamigen Straße dicht am Haupthafen der restaurierte Fachwerkhof "Sct. Jørgens Gård", der heute als Jugendherberge genutzt wird, und die kleine, hochgelegene Kirche auf, die aus dem Jahr 1893 stammt und somit noch mehr als hundert Jahre alt ist. Neben ihr sieht man noch Reste der vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert entstanden Sct. Anna Kape.

Den Aufstieg wert ist die herrliche Aussicht von den fast 50 m hohen Bokulklippen, die auf der Landseite hoch über Strand und Hafen aufragen, bis hin zu den "Erbseninseln".

Wer von hier weiterwandert, kommt jenseits der breiten Küstenstraße zu den kleinen, von Bautasteinen und Grabhügeln umgebenen Gramyr-Waldsee.

Am Südrand des Ortes liegt am vom Gudhjemsvej abzweigenden Stationsvej das Gudhjem-Museum, dessen Gründung auf private Initiative zurückgeht. Es ist im früheren Stationsgebäude der Inselbahn untergebracht, vor dem heute eine Bushaltestelle ist, auch gibt es Parkmöglichkeit direkt am Museum. Die Ausstellungsräume sind vom 20. Juni bis zum 20. September täglich geöffnet. Das Gebäude enstand im Jahr 1916 nach Plänen der dänischen Architekten Aage Rafn und Kay Fisker als Endstation der Bahnstrecke Åkirkeby - Gudhjem und wurde im Jahr 1969 vom örtlichen By- og Mindeforening zur Errichtung eines Museums erworben. Während das Erdgeschoss wechselnde Ausstellungen von Kunst, Kunstgewerbe und zu kulturgeschichtlichen Themen zeigt, lernt man im ersten Stock eine hübsche Sammlung von Bornholmer Textilien kennen.

Ein weiteres Gudhjemer Museum befindet sich im Melstedgard.

In der Zeit von Mitte Mai bis Mitte September gibt es fünfstündige Ausflugsfahrten zur Insel Christiansö, der größten der "Erbseninseln" mit dreistündigem Aufenthalt sowie Besichtigungsfahrten entlang der Küste bis Helligdommen.

Die zweite Hälfte der Bornholmer Nordküstenroute verlässt Gudhjem nach Südosten auf dem Melstedvej und erreicht schnell das praktisch an die Stadt anschließende Fischerdorf Melsted. Hier steht neben anderen beachtenswerten Fachwerkhäusern der denkmalgeschützte "Melstedgård", der zu einem landwirtschaftlichen Museum ausgebaut wurde.